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Die optimistische Entwicklungshypothese | Teil 8

  • Writer: Barbara R. Siegenthaler
    Barbara R. Siegenthaler
  • 22 hours ago
  • 1 min read

Die Spannung zwischen den Gegensätzen drängt in jedem Fall zum Ausgleich. Auch bei noch so grossen Einseitigkeiten kann es im Verlauf des Lebens zum Ausgleich kommen.


Wir schliessen die Narzissmus-Serie mit einer optimistischen Entwicklungshypothese:


  • Die Spannung zwischen den Gegensätzen drängt in jedem Fall zum Ausgleich.

  • Auch bei noch so grossen Einseitigkeiten kann es im Verlauf des Lebens zum Ausgleich kommen.


Auszug aus:


Motivation und Persönlichkeit, Interaktionen psychischer Systeme, Prof. Julius Kuhl, Hogrefe, 2001, Kapitel 16 Chronifizierungen von Systemkonfigurationen, Seite 948



«Allen Persönlichkeitstypen gemeinsam ist gemäss dem hier vorgestellten Modell der Umstand, dass die jeweiligen Schwächen in der mangelnden Kongruenz zwischen Innen und Aussen bestehen:


Nicht alles, was an inneren Stärken vorhanden ist, ist auch aussen ablesbar bzw. nicht alle Stärken, die von aussen sichtbar sind, sind auch im Innern realisiert (z.B. in der Elaboration des Selbstsystems).


Je extremer ein Stil oder eine Störung ausgeprägt ist, desto schwerer ist der Ausgleich zwischen dem inneren Entwicklungsstand und dem äusseren Verhalten.


Allerdings drängt die Spannung zwischen den Gegensätzen in jedem Fall zum Ausgleich:


Auch bei noch so grossen Einseitigkeiten kann es im Verlauf des Lebens zum Ausgleich zwischen den antagonistischen Systemen kommen.


Diese optimistische Entwicklungshypothese ist in Jungs Individuationskonzept ebenso enthalten wie in den zu Beginn des Kapitels zitierten Zeilen aus einem Rilke-Gedicht.»


('Manchen ist sie wie Wein', Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926


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