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Der Einfluss der Aufklärung aufs Denken | Teil 2

  • Writer: Barbara R. Siegenthaler
    Barbara R. Siegenthaler
  • 1 day ago
  • 2 min read

Höchstleistung erbringt linear-analytisches Denken nur im Zusammenspiel mit ganzheitlichem Denken, welches sich wiederum durch Emotionsanbindung auszeichnet. Deshalb gilt: Unternehmen können nur dann in ihre volle Denkpower kommen, wenn sie Gefühlen Raum geben. Wie das geht, erkläre ich gerne im persönlichen Gespräch.


In Kurzform:


Typisch für analytisches Denken sind eine sachlich-nüchterne Stimmung sowie das Ausblenden von Emotionen. Das macht die STÄRKE wie auch die SCHWÄCHE dieser Denkform aus.


Mit der Aufklärung setzte sich die Auffassung durch, dass analytisches Denken die überall passende Königsdisziplin des Denkens ist - unabhängig vom Kontext. Nun ja.


Höchstleistung erbringt linear-analytisches Denken nur im Zusammenspiel mit ganzheitlichem Denken, welches sich u.a. durch Emotionsanbindung auszeichnet.


Deshalb gilt: Unternehmen können nur dann in ihre volle Denkpower kommen, wenn sie Gefühlen Raum geben. Wie das geht, erkläre ich gerne im persönlichen Gespräch.


In längerer Form:


Auszug aus einem meiner Lieblingsbücher: Motivation und Persönlichkeit, Interaktion psychischer Systeme, Prof. Julius Kuhl, Hogrefe, 2001, Seite 1101. Und ja, das ist ziemlich hardcore wissenschaftliche Psychologie.


🟡 "Aus der Ich-Perspektive des analytischen Denkens sind Gefühle und Bedürfnisse nur in der irrationalen Form von seelischen Erscheinungen erfahrbar, die das aufgeklärte Denken verunreinigen.


🟡 Diese seit der klassischen Aufklärung verbreitete Sichtweise ist durch die in diesem Buch … begründete Unterscheidung zweier verschiedener Formen der Emotionalität überwindbar:


🟡 Emotionen und Bedürfnisse müssen aus analytischer Sicht schon deshalb als irrationale Widersacher der realitätsgerechten Weltsicht erscheinen, weil die neurobiologischen Systeme, die analytisches Denken und explizite Intentionalität vermitteln, aufgrund ihrer geringen Vernetzung mit affektgenerierenden und affektrepräsentierenden Prozessen wenig Kontrolle über Affekte und Bedürfnisse haben.


🟡 Analytisches Denken ermöglicht allenfalls Kontrolle im Sinne eines Ausblendens emotionaler Prozesse,


🟡 verliert damit aber auch die Gestaltungskraft der zweiten Form der Emotionalität, die ich mit der höchsten Stufe der kognitiven, wenn auch weitgehend unbewußten Verarbeitung verbunden habe (d.h. Extensionsgedächtnis, ganzheitliches Fühlen, integriertes Selbst."


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