Einmal Nirvana und zurück | Teil 5
- Barbara R. Siegenthaler

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Das wissenschaftliche Fundament zum Post 'Denken in der goldenen Mitte', Teil 4. Persönlichkeitspsychologie vom Feinsten.
Auszug aus:
Julius Kuhl, Motivation und Persönlichkeit, Interaktionen psychischer Systeme, Hogrefe, 2001, Seite 847 aus dem Kapitel 'Bevorzugte Systemkonfigurationen'.
«Es geht also um die Systemkonfiguration, in der beide Affektsysteme in einer mittleren Position verharren und damit alle vier kognitiven Systeme in einer idealen Kooperation arbeiten.»
«Es geht hier also um die Frage, worin die System-, Person- und Umweltbedingungen liegen, die diesen seit Menschengedenken ersehnten Zustand zu erreichen und vielleicht sogar zu fixieren ermöglichen.»
«Mit den dargestellten theoretischen Konzepten lässt sich ein wenig zum Verständnis der Gründe beitragen, warum einerseits viele Menschen introspektiv von diesem Zustand zumindest soviel Kenntnis zu haben scheinen, dass sie ihn in vielen Metaphern zu beschreiben vermögen und sehr viele Anstrengungen bereit sind zu investieren, ihn zu erreichen, und warum dieser Zustand andererseits so schwer herbeizuführen ist.»
«Die PSI-Theorie lässt vermuten, dass Menschen den Zustand der ausgewogenen Mitte täglich häufig erfahren, und zwar gerade so lang, dass die sensibleren unter ihnen ahnende Kenntnis von ihm haben mögen, und andererseits doch zu kurz, um ihn als ernstzunehmenden Bewusstseinsinhalt zu erleben oder gar verbalisieren zu können.»
«Die Kürze dieser Erfahrung mag damit zusammenhängen, dass die Phase einer gleichzeitigen mittleren Intensität beider Anreizbindungssysteme nur während des Übergangs von einer zu einer anderen Systemkonfiguration auftritt.»
Wer jetzt das dringende Bedürfnis verspürt, sich über die 'Zeitcharakteristik der Systemkonfigurationen' zu informieren: Narzissmus-Serie, Teil 5 - Stil oder Störung?