Ich denke in 3D, Farbe und vernetzt | Teil 3
- Barbara R. Siegenthaler

- 5 hours ago
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Governance Systeme sehe & spüre ich als komplexe Netzwerke im Raum, in immerwährender Bewegung. Kritische Bereiche pulsieren rot eingefärbt den Interaktionsmustern im Netzwerk entlang. Etwas untypisch für Legal, Risk, Compliance, Internal Audit, I know.
Ich liebe die Süddeutsche Zeitung für Ihre fundierten Artikel, die sie oft mit visual storytelling untermalt.
So bin ich auf einen Artikel mit dem Titel "Buntes Denken" gestossen, zum Phänomen Synästhesie, das Bild zum Post stammt daraus.
Beim Synästhesie vermischen sich sonst getrennt ablaufende Sinneseindrücke: Riechen, Hören, Sehen, Schmecken und Fühlen. Bei jedem sieht Synästhesie anders aus.
Anscheinend sind mindestens 4% der Bevölkerung synästhetisch begabt. Es ist keine Krankheit, sondern einfach eine andere Art der Wahrnehmung.
Aus Spass habe ich den Schieberegler im Artikel mal gegen rechts gedreht. Und siehe da, was beim Cowboy-Smiley erscheint, kommt mir bekannt vor.
Ob ich Synästhesie habe oder nicht, sei mal dahingestellt. Ist auch egal.
Doch Fakt ist:
Inmitten der konservativen Berufsfelder Legal, Risk, Compliance und Internal Audit bin ich wie ein bunter Hund.
Ich denke komplett anders. Bin auf der nicht-sprachlichen Ebene unterwegs, selbst wenn ich mit Sprache arbeite. Kann ein unglaubliches Tempo vorlegen. Platziere KPIs ganz gezielt an kritischen Knotenpunkten im Netzwerk.
Und bringe zudem Psychologie als neue Fachrichtung direkt ins Herz unserer Arbeit.
Reaktion der anderen: Whooo Hooo ...
Deshalb mal die Frage: WHO ELSE ???
Bist Du spezialisiert auf die 2nd und 3rd line und denkst auch irgendwie anders als der Rest des Berufsstandes?
Dann melde mich mal, bitte. Ich freue mich, von Dir zu hören.
Link zum Artikel der Süddeutschen Zeitung "Neurodiversität: Buntes Denken", leider hinter der Paywall:
Klartext aus dem Bild:
„Synästhesie ist außerdem ein wunderbares Beispiel dafür, wie unterschiedlich Gehirne funktionieren", sagt André Frank Zimpel, Leiter des Zentrums für Neurodiversitätsforschung in Hamburg und selbst Synästhetiker. Mit Gehirnen sei es wie mit Schneeflocken, sagt er: Auf den ersten Blick ähneln sie sich, aber unter dem Mikroskop offenbaren sich radikale Unterschiede. Selbst bei eineiigen Zwillingen gleichen sich die Hirne nicht. Das ist weniger verwunderlich, wenn man sich die Komplexität des Organs bewusst macht: „Nach neuesten Erkenntnissen verfügt das Gehirn über 86 Milliarden Nervenzellen und 473 Billionen Verbindungen. Ein Kubikmillimeter Hirn enthält damit mehr Nervenverbindungen als die Milchstraße Sterne", sagt Zimpel.»