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Haben Unternehmen eine Persönlichkeit? | Teil 3

  • Writer: Barbara R. Siegenthaler
    Barbara R. Siegenthaler
  • 7 days ago
  • 2 min read

Die Informationsverarbeitungspräferenzen eines Unternehmens sind kein Randthema, sie sind eine Risikofrage. Wer diese erkennen und risikoorientiert einordnen kann, erhält zusätzliche Interventions- und Steuerungsmöglichkeiten.


So leid es mir tut: Wir müssen kurz in die wissenschaftliche Persönlichkeitspsychologie eintauchen. Es lohnt sich, versprochen. Dann noch ein kurzer Schlenker - und Sie verstehen sofort, weshalb ich behaupte: Unternehmen haben eine Persönlichkeit.


Doch der Reihe nach.



Erstens: Stufe MENSCH


In a nutshell hier die Kernaussage einer innovativen Systemtheorie aus der wissenschaftlichen Persönlichkeitspsychologie (Kuhl, PSI-Theorie, 2001).


Jeder Mensch verfügt über die genau gleichen Systeme und die genau gleichen Systemverbindungen. Diese Systeme verarbeiten Informationen aller Art.


Der Unterschied?

Liegt in der STÄRKE der Ausprägung.


Jeder Mensch bevorzugt bestimmte Systeme und Verbindungen.

Hat sozusagen ✴️ Lieblingssysteme und ✴️ Lieblingsverbindungen.


Bedeutet: Die Werte für diese Systeme und Systemverbindungen sind deutlich höher ausgeprägt als die Werte für andere Systeme und Verbindungen.


Zusätzlich hat jeder Mensch vollkommen unterschiedliche Inhalte (Wissen, Erfahrung, Autobiographie etc.)


Damit haben wir den Dreiklang des Grundgerüsts, das allen Menschen gemeinsam ist:

Systeme, Systemverbindungen, Denkinhalte.


Die Aufgabe für alle von uns:


Lernen, auf ALLEN Systemen und Systemverbindungen 'spielen' zu können, nicht nur auf den bevorzugten. Das nennt man Persönlichkeitsentwicklung. Und wer das kann, hat gut ausgeprägte Selbststeuerungsfähigkeiten


Dann geht der Fächer der Optionen 🪭 auf:


Neue Verhaltens- und Erlebensmöglichkeiten werden möglich:

In der Regel mache ich es gerne so, aber ich kann auch anders !



Zweitens: Stufe UNTERNEHMEN


Wer denkt, dass Arbeitsergebnisse vor allem Wissen und Erfahrung beinhalten, irrt.


Autoren und Autorengruppen giessen auch ihre ✴️ Lieblingssysteme und ✴️ Lieblingsverbindungen in Arbeitsergebnisse.


Und so kommt es, dass sich diese Denkpräferenzen auch in Arbeitsergebnissen wie Branding, Strategie, Audit Feststellungen oder Kundenfeedback zeigen.


Denkpräferenzen entfalten Wirkung - unabhängig davon, ob das Unternehmen sie kennt oder nicht. Ihre ganz spezifischen Charakteristika, Vorteile und Nachteile zeigen sich ganz offen - sofern man sie denn lesen kann.



Drittens: Und was ist nun die 'Persönlichkeit eines Unternehmens'?


Ganz einfach:


Die für das Unternehmen typischen Denkpräferenzen, über verschiedene Arbeitsergebnisse hinweg.


Wer Interesse an einem holistischen Ansatz von Risikomanagement hat, der nutzt diese Muster als zusätzliche Interventions- und Steuerungsmöglichkeiten.


Interesse? Ich bin gerne behilflich.







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