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Die Denk-Werkstatt
für Macher mit Tiefgang.

 

 

In meinem Blog schreibe ich über Governance, Risiken, Verhalten, Persönlichkeit, Sprache, Muster. Präzise durchdacht, wissenschaftlich fundiert, direkt auf den Punkt gebracht. Die über 50 Beiträge publiziere ich in der Regel zunächst auf LinkedIn, daher die kurzen Absätze und Smileys. Auch möglich: Auf LinkedIn lesen

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GOVERNANCE

Eine Post-Serie darüber, wie man moderne Governance-Systeme aufbaut. Das hehre Ziel: Unternehmen möglichst präzise zu verstehen und elegant steuern zu können. Das ist einfacher als man denkt, benötigt aber Fokus, Wissen und eine Passion fürs Thema.

Eine Post-Serie darüber, wie man moderne Governance-Systeme aufbaut. Das hehre Ziel: Unternehmen möglichst präzise zu verstehen und elegant steuern zu können. Das ist einfacher als man denkt, benötigt aber Fokus, Wissen und eine Passion fürs Thema.


Irgendwie mutierte meine Post-Serie zu präzisem Denken in einen Crashkurs, wie man moderne Governance Systeme aufbaut.


Governance ist dabei natürlich kein Selbstzweck.


Das hehre Ziel ist es, Unternehmen möglichst präzise verstehen und elegant steuern zu können.


Zur besseren Auffindbarkeit lege ich diese Posts in einer eigenen LinkedIn Serie ab.

Und ergänze dann gezielt, was (noch) fehlt.


Beispielsweise:


  • Was ist Governance?

  • Corporate Governance vs. Governance Domains

  • Das Interne Kontrollsystem als das Betriebssystem der Governance

  • Risiken und Kontrollen mit Fokus auf Control Design & Operating Effectiveness

  • Deutsche vs. englische Governance Sprache

  • Der Blick in internationale Normen ...


Off we go.

Das wohldurchdachte, goldglänzende Grundgerüst der Governance hat seine ganz eigene Schönheit.


Wenn ich bei Kunden Corporate Governance überprüfe, ergänze und verbessere, dann benutze ich oft den Begriff 'sauber'.


You name it, es geht um Frameworks, Reglemente, Weisungen, Kompetenzordnungen, Qualität, Audits, Risiken, Interne Kontrollsysteme, gesetzliche Grundlagen, control design & operating effectiveness, Compliance.


Und ja, natürlich auch um Legal.


Eben meine Lieblingsthemen, die man in neuen Kontexten immer wieder neu denken kann.


Kürzlich habe ich den Begriff 'sauber' mal wieder leicht überstrapaziert.


Erstaunlicherweise verdreht (noch) niemand die Augen, oder nur hinter meinem Rücken ...


Damit es mal gesagt ist:


Unterschätzt nicht, wie wichtig saubere Terminologie, korrekte Definitionen und klare Abkürzungen sind.


Wenn Ihr unterschiedliche Begriffe für das Gleiche verwendet, dann bezahlt Ihr mit Reibungsverlust.


Mit Unklarheit.

Mit einem kurzen Stolpern beim Lesen.

Mit Diskussionsbedarf.


Und deshalb streiche ich erbarmungslos Doppelbegriffe zusammen.

Führe Abkürzungsverzeichnisse.

Vermittle Wissen zu Risiken und Kontrollen.


Feile an der Governance Struktur, bis ein wohldurchdachtes, goldglänzendes Grundgerüst herausgeschält ist.


Und wenn alles klar abgegrenzt und aufeinander bezogen ist. In sich stimmig ist. Auf gesetzliche Grundlagen elegant Bezug genommen wird.


Dann ergibt sich ein Framework, das seine ganz eigene Schönheit hat.

Das sich sehen lassen kann.

Das Freude macht. Und vor allem tadellose Resultate liefert.


Here we go. Potentiell weise Worte einer Rechtsanwältin und Internen Revisorin, die sich vor der Schönheit des Denkens verbeugt.

Meine Meinung: Die deutschen Übersetzungen führen oft in die Irre und erschweren das punktgenaue Denken & Arbeiten. Ein paar Beispiele gefällig?


Governance Sprache - deutsch oder englisch?


Jede Fachrichtung hat ihre eigene Sprache. Und die Governance Sprache ist nun mal Englisch, auch in einem deutschsprachigen Unternehmen.


Meiner Meinung nach.


Natürlich geht es nicht darum, Englisch als Geschäftssprache einzuführen. Sondern um griffige Terminologie, mit der man denken & arbeiten kann. Ohne sich mit mehrdeutiger, unscharfer und schwammiger Terminologie herumärgern zu müssen, die Raum zu Mehrdeutigkeit gibt.


Oft verwende ich nacheinander beide Begriffe, bspw.: Aufzeichnung (Record).


Denn die wesentlichen Standards und Rahmenwerke (z.B. COSO, ISO, SOX) sind in Englisch entstanden und wurden erst später übersetzt.


Die englischen Begriffe sind oft bewusst kurz und spezifisch gewählt. Die deutschen Übersetzungen bemühen sich um sprachliche Eleganz.


Dabei geht die sprachliche Schärfe verloren.


Ein paar Beispiele gefällig?


  • ISO 9001 schwirrt noch immer herum (for the records: ich weigere mich, damit zu arbeiten). In der 9001:2008er Version stand mal 'control of document', in der aktuellen Version 'control of documented information'.


Nun hat irgendjemand 2008 'control' auf deutsch mit LENKUNG übersetzt.

LENKUNG ??? Klar, so was wie STEUERUNG !!!


Weshalb man im deutschsprachigen Umfeld den Begriff Dokumentenlenkung, gelenkte Dokumente, nicht gelenkte Dokumente und Dokumentensteuerung antrifft.


Und sich dann als nächste Frage stellt: Welche Dokumente werden denn gelenkt und welche nicht? Und wie grenzen wir sie voneinander ab?


Das ist aus Governance Sicht brandgefährlich, als 'controls' sich natürlich auf ein Internes Kontrollsystem bezieht, in dem Risiken durch eine oder mehrere Kontrollen adressiert werden. Erzählen Sie das mal den Dokumentenlenkern.


Weitere Beispiele:


  • Key Controls > Schlüsselkontrollen. Allerdings hat 'Key' auf englisch auch den Sinn von 'wesentlich'...


  • Detective Controls > Aufdeckende Kontrollen Sperriger Begriff, teilweise auch mit 'detektive' Kontrollen übersetzt


Welche üblen Übersetzungsbeispiele kennt Ihr?

Arbeitet Ihr mit englischen Begriffen?


Bin gespannt.

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