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Wann ist der ehrgeizig-selbstzentrierte Stil NÜTZLICH? | Teil 2

  • Writer: Barbara R. Siegenthaler
    Barbara R. Siegenthaler
  • 22 hours ago
  • 1 min read

Wann ist der ehrgeizig-selbstzentrierte Persönlichkeitsstil NÜTZLICH? U.a. bei Konfrontation mit Misserfolgen und wenn aktives Problemlösen gefragt ist (Versuch und Irrtum und entdeckendes Lernen).


Aus aktuellem Anlass ein paar Posts zum ehrgeizig-selbstzentrierten Persönlichkeitsstil – und seiner Übersteigerung, der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.


Auszug aus:


Motivation und Persönlichkeit, Interaktionen psychischer Systeme, Prof. Julius Kuhl, Hogrefe, 2001, Seite 842



Der ehrgeizig-selbstzentrierte Persönlichkeitsstil:


Ein «intuitives, d.h. weitgehend denk- und planungsfreies Handeln, das in engem Kontakt mit komplexen Repräsentationen des Selbst, des aktuellen Kontexts und hochinferenter Wissensbeständen ist.»


Wann ist der ehrgeizig-selbstzentrierte Persönlichkeitsstil NÜTZLICH?


Bei bestimmten Aufgaben:

  • «Bei Aufgaben, die keine ständige Fehlerüberwachung zur Korrektur erwartungsdiskrepanter Ergebnisse erfordern»


Bei Konfrontation mit Misserfolgen:


  • «Bei Konfrontation mit Misserfolgen kann dieser Systemzustand die Aktivierung von Selbstsicherheit und Zuversicht fördern, was neue Energie auch in schwierigen Situationen verschafft und die verfrühte Aktivierung der hilflos-selbstunsicheren Systemkonfiguration verhindert.»


In sozialen Situationen:


  • «Ein selbstbewusstes Prägen des Interaktionsgeschehen durch die eigenen Gefühle und Selbstaspekte, also durch die Ansteckungsvariante von Empathie


Bei der kognitiven Bewältigung von Problemen, wenn AKTIVES PROBLEMLÖSEN gefragt ist (Versuch und Irrtum und entdeckendes Lernen):


  • «Bei der kognitiven Bewältigung von Problemen ist diese Konfiguration besonders nützlich, wenn es um die Anwendung vorhandener Kompetenzen geht (kohärente Wissenskomplexe), ohne dass die Sensibilität für Fehler (Diskrepanzempfindungen) oder komplexe Denk- und Planungsprozesse nötig sind.


  • Das dürfte besonders dann nützlich sein, wenn die Bewältigung einer Aufgabe AKTIVES PROBLEMLÖSEN erfordert, das man als die tatkräftige, aber auch impulsive Variante des kreativen Problemlösens interpretieren kann, die solange neue Handlungsalternativen produziert, bis eine erfolgreiche gefunden ist (Versuch und Irrtum und entdeckendes Lernen).»

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