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Welches MOTIV regt der ehrgeizig-selbstzentrierte Stil an? | Teil 3

  • Writer: Barbara R. Siegenthaler
    Barbara R. Siegenthaler
  • 22 hours ago
  • 1 min read

Welches MOTIV regt der ehrgeizig-selbstzentrierte Persönlichkeitsstil typischerweise an? Antwort: Eine statusorientierte Form der Machtmotivation.


Aus aktuellem Anlass ein paar Posts zum ehrgeizig-selbstzentrierten Persönlichkeitsstil – und seiner Übersteigerung, der narzisstischen Persönlichkeitsstörung


Nochmals ein Auszug aus:


Motivation und Persönlichkeit, Interaktionen psychischer Systeme, Prof. Julius Kuhl, Hogrefe, 2001, Seiten 844/845



Der ehrgeizig-selbstzentrierte Persönlichkeitsstil:


Ein «intuitives, d.h. weitgehend denk- und planungsfreies Handeln, das in engem Kontakt mit komplexen Repräsentationen des Selbst, des aktuellen Kontexts und hochinferenter Wissensbeständen ist.»


Welches MOTIV regt der ehrgeizig-selbstzentrierte Persönlichkeitsstil prototypisch an?


In a nutshell:


Eine STATUSORIENTIERTE Form der Machtmotivation


Im Einzelnen:


«Was die prototypische MOTIVANREGUNG angeht, so wird bei diesem Stil eine erhöhte Ausprägung des Machtmotivs erwartet.»


Und zwar «eine STATUSORIENTIERTE Form der Machtmotivation, die direkter auf die Anerkennung durch anderen Menschen abzielt.»


«Das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung kann als eine Kombination des Macht- und des Anschlussmotivs [Beziehungsmotivs] betrachtet werden: Die Dominanzbestrebungen richten sich in erster Linie auf die Anerkennung der eigenen Person im Gefüge sozialer Beziehungen.»


«Überwiegt bei der Kombination von Affiliations- [Beziehungs-] und Machtmotiv das erstere, so sollte sich dies in der verantwortungsbewussten, prosozialen Form der Machtmotivation niederschlagen.»


«Wenn sich das Leistungsmotiv an der selbstzentrierten Systemkonfiguration beteiligt, ist ebenfalls mit einer stark selbst- und anerkennungszentrierten Variante dieses Motivs zu rechnen.»

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