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Welches Motiv regt der ehrgeizig-selbstzentrierte Stil an?

  • Jan 26, 2025
  • 1 min read

Updated: May 17

Narzissmus-Serie Teil 3. Antwort: Eine statusorientierte Form der Machtmotivation.


Aus aktuellem Anlass ein paar Posts zum ehrgeizig-selbstzentrierten Persönlichkeitsstil - und seiner Übersteigerung, der narzisstischen Persönlichkeitsstörung


Nochmals (schon wieder) ein Auszug aus:


Motivation und Persönlichkeit, Interaktionen psychischer Systeme, Prof. Julius Kuhl, Hogrefe, 2001, Seiten 844/845



Der ehrgeizig-selbstzentrierte Persönlichkeitsstil:


Ein «intuitives, d.h. weitgehend denk- und planungsfreies Handeln, das in engem Kontakt mit komplexen Repräsentationen des Selbst, des aktuellen Kontexts und hochinferenter Wissensbeständen ist.» (zum SELBST gibt's auch eine Serie in der Denk-Werkstatt)


Nun die heutige Frage: Welches MOTIV regt dieser Persönlichkeitsstil prototypisch an?


In a nutshell:

Eine STATUSORIENTIERTE Form der Machtmotivation


Detaillierter:


«Was die prototypische Motivanregung angeht, so wird bei diesem Stil eine erhöhte Ausprägung des Machtmotivs erwartet.»


Und zwar «eine statusorientierte Form der Machtmotivation, die direkter auf die Anerkennung durch anderen Menschen abzielt.»


«Das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung kann als eine Kombination des Macht- und des Anschlussmotivs [Beziehungsmotivs] betrachtet werden: Die Dominanzbestrebungen richten sich in erster Linie auf die Anerkennung der eigenen Person im Gefüge sozialer Beziehungen.»


«Überwiegt bei der Kombination von Affiliations- [Beziehungs-] und Machtmotiv das erstere, so sollte sich dies in der verantwortungsbewussten, prosozialen Form der Machtmotivation niederschlagen.»


«Wenn sich das Leistungsmotiv an der selbstzentrierten Systemkonfiguration beteiligt, ist ebenfalls mit einer stark selbst- und anerkennungszentrierten Variante dieses Motivs zu rechnen.»

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